Am 7. Februar 2012 soll in der Wustermarker Gemeindevertretung die Entscheidung fallen, ob das geplante Gaskraftwerk gebaut werden darf. Seit genau zwei Jahren ist eine Bürgerinitiative mit inzwischen 1.600 Unterstützern aktiv, um das Kraftwerk zu verhindern. Gerade vor der naherückenden Entscheidung werden die Arguente noch einmal verbreitet.
In meinem Postfach landet heute ein neuer Info-Brief der Bürgerinitiative (BI) gegen ein Gaskraftwerk in Wustermark. Darin wird auf einen Runden Tisch nächste Woche in Wustermark hingewiesen. Eingeladen hat die BI Gemeindevertreter aus Brieselangs Nachbargemeinde, Bürgermeister Holger Schreiber und „unabhängige Fachleute“ der Landesarbeitsgruppe Energie der Partei Bündnis 90/Die Grünen Berlin/Brandenburg.
In dem Info-Brief der BI werden aktuelle Gründe gegen dieses Projekt nochmals zusammen gefasst:
- weil der ursprüngliche Grund, die starke Überschuldung und somit die Kontrolle durch das Haushaltssicherungskonzept, nicht mehr gegeben ist;
- weil die Gemeinde jetzt auch ohne KW in der Lage ist, Gewerbesteuereinnahmen, wie z.B. dieses Jahr von 3,6 Mio. Euro, zur Tilgung der Schulden aufzubringen;
- weil durch die weitere Vermarktung des GVZ, durch das Outlet-Center Berlin und auch zukünftig den Erdbeerhof jährlich mindestens mit diesen Gewerbesteuereinnahmen zu rechnen ist;
- weil die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen des Investors nicht stimmen können, da sie von einer Gaspreiskostenerhöhung (derzeit bei ca. 40 Euro/MWhel) von jährlich nur 1% ausgehen.
Insgesamt sind 32 Gründe aufgeführt, warum in Wustermark kein Gaskraftwerk zugelassen werden darf.
Ein interessanter Vergleich in der Mail soll zum Öffnen und Lesen des Infobriefes motivieren:
„Nur“ 1,5 Mio. Tonnen Kohlendioxid (CO2) solle das KW in Wustermark ausstoßen, sagt der Betreiber. Das entspricht ca. 1,5 Mio. Autos vom Typ VW Polo (100 g CO2 je km), die pro Jahr 10.000 km (27,4 km pro Tag) fahren. Also würden zusätzlich 1,5 Mio. VW Polo täglich in unsere Region kommen und 27,4 km fahren.
Der Info-Brief kann als Datei im Microsoft Word-Format auch von der Homepage der BI herunter geladen werden:
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