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Webdesign ohne Seitenleiste: http://themes.ihatepixels.com/?theme=ripple

Neue Trends im Homepage-Design

Zu Beginn des Internetzeitalters sagten die Nerds, dass drei Monate im wahren Leben ein Internetjahr wären. Und zwar, weil sich alle drei Monate Techniken und Webdesign ändern würden. Den Spruch habe ich schon seit Jahren nicht mehr gehört, doch gefühlt alle drei Monate gibt es neue Tools, Services und Designtrends. Ich beobachte das interessiert auf „Themeforest“. Waren vor einigen Monaten noch Responsive Layouts der Megatrend oder Pinnwände wie bei Pinterest, heißt der Trend zu Jahresbeginn 2013 offenbar Flat Design (siehe dazu auch Artikel auf t3n). So wenig wie möglich soll dabei auf dem Bildschirm erscheinen. Meint: Content wie Fotos, Videos oder Text ja (natürlich), aber nicht mehr die für das klassische Webdesign typischen Seitenleisten mit Kalendern, Stichwörtern, Empfehlungen ähnlicher Texten, Blogrolls oder Werbung.

Zwar gab es auch bislang schon bei fast allen auf Themeforest angebotenen Layouts die Funktionalität Fullwidth, doch erst jetzt scheinen die Designer wirklich auf Seitenleisten standardmäßig verzichten zu wollen. Dies würde Layouts nicht nur robuster machen, sondern vor allem Vorteile bei der Anzeige auf den unterschiedlichsten Devices ermöglichen. Responsive Layouts passen zwar den darzustellenden Inhalt auf das jeweilige System an: egal ob ein Desktop- oder Laptop-Computer, ob Smartphones, Smart-TV oder Tablet, egal ob im Hoch- oder im Querformat und egal welches Betriebssystem – die Darstellung erfolgt immer optimal für das jeweilige Gerät. Maßstab ist dabei die Displaygröße und Auflösung.

Das Zoomen mit dem doppelten Tippen, das 2007 mit dem ersten iPhone für nicht angepasste Webseiten eingeführt wurde, ist dabei nicht mehr nötig. Leider, denn dies war für mich stets ein Grund war, nicht angepasste Webseiten auch mit dem iPhone anzusurfen und mich darüber zu freuen, die ganze Webseite auf dem kleinen Display ansehen zu können. Offenbar störten sich Andere an kleinen Displays so sehr, dass Designer dies als Herausforderungen angingen und Webseiten bald das Antlitz veränderten, sobald sie einen mobilen Zugriff erkannten.

Wenn aber auf kleinen Bildschirmen nicht mehr horizontal gescrollt oder gezoomt werden soll, muss das Layout automatisch anders ausgeliefert werden, als auf größeren Displays. Also werden Navigationsleisten auf Drop Down-Listen geschrumpft und die Inhalte mehrerer Spalten von der Standard-Website reihen sich nacheinander aufs Display. Zudem werden Bilder skaliert. Alles mit dem Ziel, die Datenübertragungsmenge zu reduzieren.

Das Beispiel-Template „Arch“ zeigt das Verhalten von Responsive Design. Die Standardseite (Bild 1) erkennt den Desktop. Weil Platz in der Breite vorhanden ist, gruppieren sich Bilder bzw. Texte und Seitenleisten im Blog nebeneinander. Auf dem iPhone-Monitor im Hochformat (Bild 2) reihen sich die gleichen Inhalte nacheinander bzw. untereinander an.

Designer haben die Herausforderungen unterschiedlicher Displaygrößen schon eindrucksvoll gemeistert. Trotz HTML 5 und CCS 3 kommt jetzt Flat Design. Denn der mobile Zugriff auf Webseiten steigt. Warum also unterschiedliche Designs entwickeln und viel Mühe in eine Desktop-Version stecken, die offenbar immer seltener nachgefragt wird? Offenbar sollen die Designs trotz unterschiedlicher Displaygrößen stärker wiedererkennbar bleiben. Scheint aus Marketingsicht sinnvoll. Also wird die Gestaltung mobiler Webseiten als Designstandard für die Desktopversion wichtiger. Bild 3 zeigt die Fullwidth-Variante von „Arch“ auf dem Desktop-Browser, die eindeutig der mobilen Version (Bild 4) nachempfunden ist. Bild 5 zeigt die Navigation mittels Drop Down-Menü.

Wir alle wollen das Internet nutzen. Immer seltener erfolgt dies mittels des klassischen Browsers auf dem PC. Vielmehr greifen wir über mobile Apps die Inhalte ab. Apps mit eigenen Designs haben in den letzten beiden Jahren die Erwartungen an das Aussehen von Webinhalten grundlegend geändert. Magazin- und Zeitschriftenstil, die Nutzung sinnvoller Fotoformate, viel mehr Typografie und nicht ständig wechselnde Anzeigen bestimmen, was uns gefällt. Wir wollen das Web in einer schicken App. Es ist längst Zeit für besseres Webdesign, das die Grenzen klassischer Webseiten sprengt. Ob moderne Apps, die im Webbrowser ausgeführt werden, der neue Trend sind oder Flat Design seinen Durchbruch feiert, wird sich zeigen. Gut, dass der Wandel beginnt.

 

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